· Pressemitteilung für Newssync

Fortbildung für Betreuungskräfte in der stationären Pflege: Ein Traumfänger gegen Deprivation?

Während der 16-stündigen Pflichtfortbildung haben sich die DRK-Betreuungskräfte intensiv mit Sinnesarbeit bei Bettlägerigkeit beschäftigt. Im Fokus stand das Phänomen der Deprivation durch Reizentzug.

Bei Bettlägerigkeit erleben die Betroffenen deutlich weniger Reize als im vorherigen Alltag. Das führt nicht selten zur Deprivation, dem Gefühl, dass Vertrautes fehlt und man isoliert wurde.

In der Pflege ist es wichtig, über solche Phänomene Bescheid zu wissen und damit umgehen zu können. Deshalb war Sinnesarbeit bei Bettlägerigkeit ein großer Bestandteil der 16-stündigen Pflichtfortbildung unserer Betreuungskräfte im Januar. 

Ziel waren Sensibilisierung, Selbsterfahrung und Ideensammlung zur Sinnesarbeit zur Verhinderung von Deprivation. Es wurden Materialien für den praktischen Einsatz am Bett erarbeitet – so zum Beispiel das Aufhängen eines Traumfängers.

Darüber hinaus stand Sprache im Mittelpunkt. Die Betreuungskräfte haben von den Anforderungen an die Betreuungsdokumentation erfahren und entsprechende Übungen gemacht. Neben dem Erfahrungsaustausch konnten sie sich außerdem mit der Dokumentationssoftware auseinandersetzen.

Carolin Agert, Leiterin des Fachbereichs Bildung, hat anschließend mit den Teilnehmenden über Namen und Identitäten gesprochen.

Wir danken allen für ihre Teilnahme!