· Pressemitteilung für Newssync

Von Nepal nach Stadtroda: Aayushi Shrestha will Hoffnung schenken

„Warum ich meine Ausbildung liebe?“, auf diese Frage wusste sie sofort eine Antwort. Aayushi Shrestha, auszubildende Pflegefachkraft im DRK-Seniorenheim Rodatal, hat sich Gedanken über ihre Berufswahl gemacht und beim Vocatium-Ausbildungspreis 2025 teilgenommen. Ihre Geschichte ist nun in einem Buch veröffentlicht worden.

Unter dem Titel „Mit Herz, Respekt und Geduld bewirke ich einen Unterschied im Leben eines Menschen“ beschreibt Aayushi Shrestha, wieso sie sich für die Ausbildung zur Pflegefachfrau entschieden hat. Ihr Text ist Teil des Buches „Warum ich meine Ausbildung liebe?“, in dem Auszubildende und dual Studierende im Rahmes des Vocatium-Ausbildungspreises 2025 ihre Berufswahl begründen. Sie ist im ersten Lehrjahr und arbeitet im Seniorenheim Rodatal.

Die junge Frau ist erst vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland gezogen, aufgewachsen ist sie in einer ländlichen Gegend in Nepal. „Ich habe miterlebt, dass schwangere Frauen keine Unterstützung erhielten, ältere Menschen ohne Pflege waren und viele Säuglinge nicht überlebten“, beschreibt sie. Das mitzubekommen, habe sie sehr berührt. „Bereits zu dieser Zeit war mir klar: Ich möchte im Gesundheitswesen tätig sein und Menschen unterstützen.“

In ihrem Heimatland hat Shrestha eine dreijährige Ausbildung zur medizinisch-technischen Laborassistentin absolviert. Und sie hat Deutsch gelernt, das Sprachniveau B1 erreicht, ehe sie hierherkam.

„Um mehr zu lernen, kam ich nach Deutschland, das ein sehr gutes Gesundheitssystem hat. Zunächst war ich ängstlich“, erinnert sie sich. „Doch als ich meine praktische Tätigkeit im DRK-Seniorenheim aufnahm, wurde mir schnell bewusst, dass man mit Herz, Respekt und Geduld viel bewirken kann. Die Senioren haben mir ihr Vertrauen geschenkt und gezeigt, welchen hohen Wert meine Tätigkeit hat.“

In ihrem Beruf ist kein Tag wie der andere. Shrestha erlebt im Seniorenheim Rodatal auch die Schattenseiten ihrer Arbeit: „Natürlich gibt es auch schwere Tage. Die Pflege stellt hohe Anforderungen an den Körper und die Psyche.“

Trotzdem würde sie sich immer wieder für diesen Weg entscheiden. „Du erfährst nicht nur, wie man anderen Beistand leistet, sondern auch, welche Bedeutung Menschlichkeit, Geduld und Mitgefühl haben. Du kannst Hoffnung schenken, wenn jemand sie nötig hat. Aus diesem Grund liebe ich meine Ausbildung“, beschreibt Shrestha.