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Kreisversammlung 2026: DRK-Kreisverband blickt auf das Berichtsjahr 2025 zurück

Rückblick, Ehrungen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft: Bei der Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Jena-Eisenberg-Stadtroda blickten die Delegierten auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und wählten das Präsidium für die kommenden vier Jahre.

„Das Jahr 2025 hat uns einmal mehr gezeigt, was den DRK-Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda auszeichnet: das vertrauensvolle Zusammenwirken von Ehren- und Hauptamt, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und das gemeinsame Engagement. Wir sind eine große, leistungsstarke Organisation, die sehr viel für die Menschen in unserer Region bewirken kann.“

Mit diesen Worten eröffnete Präsident Thomas Schütze am 11. September 2026 die Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Jena-Eisenberg-Stadtroda e. V. für das Berichtsjahr 2025. In der Rotkreuzzentrum in der Jenaer Dammstraße kamen 33 der insgesamt 47 Delegierten sowie sechs weitere Mitglieder des Präsidiums, der Vorstand, die Fachbereichsleitungen und die Ehrenmitglieder Gerhard Bayer und Reinhard Kunze zusammen.

Auf der Tagesordnung standen neben dem Bericht des Präsidiums und dem Rückblick auf das Geschäftsjahr insbesondere die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder, die Feststellung der Jahresabschlüsse des Kreisverbandes und seiner Tochtergesellschaften, die Entlastung des Präsidiums sowie die turnusmäßige Wahl des Präsidiums für die kommenden vier Jahre.

Ein Jahr zwischen Weiterentwicklung, Innovation und Verantwortung

In seinem Jahresbericht blickte Thomas Schütze auf das vielfältige Aufgaben- und Leistungsspektrum des Kreisverbandes im Jahr 2025 zurück. Zugleich dankte er den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden für ihren täglichen Einsatz und ihr Engagement für die Menschen in Jena und im Saale-Holzland-Kreis.

Als ein Beispiel für die Verbindung von Menschlichkeit und Innovation hob Schütze den Einzug des Empathie-Roboters „Rosie“ hervor. Der rund 75 Zentimeter große Roboter kommt im Bereich der Pflege zum Einsatz und soll das Wohlbefinden von Bewohnerinnen und Bewohnern fördern sowie insbesondere Menschen mit Demenz im Alltag unterstützen. „Rosie ersetzt dabei niemals die menschliche Zuwendung. Vielmehr ergänzt sie diese und schafft zusätzliche Momente der Freude, Aktivierung und Begegnung“, betonte Schütze.

Der Jahresrückblick machte zugleich deutlich, dass 2025 für den Kreisverband auch ein Jahr struktureller Weiterentwicklung war. Mit der Einführung von Fachbereichen und den dazugehörigen Fachbereichsleitungen wurden Verantwortlichkeiten im Hauptamt neu geordnet und Strukturen weiterentwickelt. Die bislang dezentral organisierten Bildungsangebote wurden in einem eigenen Fachbereich Bildung gebündelt und sollen künftig weiter ausgebaut werden.

Auch auf Vorstandsebene gab es Veränderungen. Nach der Verabschiedung von Dr. Astrid Weiß übernahm Ines Gersdorf die dritte Vorstandsposition und verantwortet künftig den Vorstandsbereich Personal, Bildung und Kommunikation.

Darüber hinaus thematisierte Schütze die Entscheidung des Präsidiums, den Kreisverband im November 2025 durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüfen zu lassen. Im Mittelpunkt standen dabei eine ordnungsgemäße und verantwortungsbewusste Führung des Kreisverbandes sowie dessen nachhaltige und sichere Weiterentwicklung.

Jahrzehntelanges Engagement für das Deutsche Rote Kreuz

Einen besonderen Stellenwert innerhalb der Kreisversammlung nahm die Würdigung langjähriger und verdienter Mitglieder ein. Ehrenamtskoordinator Daniel Seiferheld begleitete die Ehrungen.

Für 50 Jahre Dienstzeit im Deutschen Roten Kreuz wurde Lutz Weinhold mit Ehrennadel, Urkunde und Ehrengabe ausgezeichnet.

Auf eine 60-jährige Dienstzeit im DRK blicken Ingrid Hapke, Bärbel Köstler, Norbert Leck und Reinhard Müller zurück. Auch sie wurden mit Ehrennadel, Urkunde und Ehrengabe gewürdigt.

Eine außergewöhnliche Verbundenheit mit dem Deutschen Roten Kreuz verbindet Renate Starkloff und Reinhard Kunze mit dem Kreisverband: Beide wurden für 70 Jahre Dienstzeit im DRK mit Ehrennadel, Urkunde und Ehrengabe ausgezeichnet.

Eine besondere Würdigung erhielten außerdem Anja Hohmann, Franziska Köthe und Martin Lange aus der DRK-Kindertagesstätte Bummi. Für ihr beispielhaftes Engagement im Zusammenhang mit dem Umzug der Kindertagesstätte wurden sie mit Ehrengaben des Kreisverbandes ausgezeichnet.

Im Rahmen der Kreisversammlung wurde zudem auf die Ehrungen für besondere Verdienste im Katastrophenschutz hingewiesen, die bereits am 7. Juli 2026 durch den Thüringer Innenminister erfolgt waren. Mit der Katastrophenschutz-Medaille in Silber wurden Julia Kranert, Heiko Gahler und Benjamin Kössler ausgezeichnet. Die Katastrophenschutz-Medaille in Bronze erhielten Tommy Opel und Diana Reinhardt.

Jahresabschlüsse vorgestellt und Präsidium entlastet

Im weiteren Verlauf der Kreisversammlung stellte Vorstandsvorsitzender Peter Schreiber die geprüften Jahresabschlüsse des DRK-Kreisverbandes Jena-Eisenberg-Stadtroda e. V. sowie seiner Tochtergesellschaften vor.

Anschließend stimmten die Delegierten über die Entlastung des Präsidiums für das Geschäftsjahr 2025 ab.

Präsidium für weitere vier Jahre gewählt

Ein weiterer zentraler Tagesordnungspunkt war die turnusmäßige Wahl des Präsidiums für die kommenden vier Jahre. Der amtierende Präsident Thomas Schütze stellte sich erneut zur Wahl. Auch die bisherigen Präsidiumsmitglieder Kay König, Dr. Maria Winckelmann und Wolfgang Waldera kandidierten für eine weitere Amtszeit.

Für die Durchführung der Wahl bestimmten die 33 anwesenden Delegierten einstimmig einen dreiköpfigen Wahlausschuss. Michael Götz übernahm die Funktion des Wahlleiters, Robert Rosenlöcher die des Schriftführers und Daniel Seiferheld die des Beisitzers.

Nach Abschluss der Wahl und Annahme durch die Gewählten setzt sich das Präsidium wie folgt zusammen:

Präsident: Thomas Schütze
Vizepräsident: Kay König
Kreisverbandsärztin: Dr. Maria Winckelmann
Wirtschaftssachverständiger: Wolfgang Waldera

Damit wird das Präsidium seine Arbeit in dieser Zusammensetzung für die kommende Amtsperiode fortsetzen.

Herausforderungen gemeinsam gestalten

Zum Abschluss der Kreisversammlung richtete Thomas Schütze den Blick auf die kommenden Jahre. Steigende Kosten, der zunehmende Fachkräftemangel, die fortschreitende Digitalisierung und sich wandelnde gesellschaftliche Anforderungen stellen auch das Deutsche Rote Kreuz vor große Herausforderungen. Sie verlangen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisation sowie ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft.

Schütze dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit und würdigte erneut das große ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer im Kreisverband. Sein Dank galt ebenso allen Mitarbeitenden und Beteiligten, die die Kreisversammlung vorbereitet und durchgeführt hatten.

Nach dem offiziellen Ende der Versammlung kamen die Teilnehmenden im Innenhof der DRK-Hauptgeschäftsstelle zu einem gemeinsamen Abendessen zusammen. Bei Speisen der Grill Brothers und Getränken aus dem neuen DRK-Foodtruck klang die Kreisversammlung in geselliger Runde aus.